Was für ein Wochenende in Schleiz! Wir waren von Beginn an extrem stark unterwegs und konnten eindrucksvoll zeigen, welches Potenzial in uns steckt.

Mit großem Respekt bin ich an diese Strecke gereist. Schließlich war es mein erstes Mal in Schleiz auf einem 1000er – und das ist definitiv etwas ganz Besonderes!

Schon ab dem ersten freien Training habe ich mich auf der Strecke und mit dem Motorrad unglaublich wohlgefühlt. Da wir ausschließlich mit sehr alten Reifen unterwegs waren, gestaltete sich die Arbeit am Setup allerdings schwierig. Trotzdem beendeten wir den ersten Tag auf Platz 1 – mit einem Vorsprung von mehr als einer Sekunde pro Runde! Ein erstes Ausrufezeichen war gesetzt.

Am Samstag konzentrierten wir uns voll und ganz auf uns selbst. Die Rundenzeiten wurden noch einmal deutlich schneller, und am Ende sicherten wir uns souverän die Poleposition. Der Abstand zum Zweitplatzierten betrug eine volle Sekunde, auf den ersten direkten Meisterschaftskonkurrenten hatten wir sogar 1,7 Sekunden Vorsprung. Die Ausgangslage für die Rennen hätte kaum besser sein können!

Rennen 1 – Technik bremst den Angriff

Der Start ins erste Rennen gelang gut. Doch bereits in der ersten Runde, als ich aus der letzten Kurve herausbeschleunigte, bemerkte ich plötzlich, dass überhaupt keine Leistung mehr anlag. Ein technisches Problem machte es uns extrem schwer, um den Gesamtsieg zu kämpfen.

Trotz dieser unerwarteten Schwierigkeiten konnten wir das Rennen mit Platz 2 in der Gesamtwertung und Platz 1 unter den Fahrern ohne Gaststarter beenden. Angesichts der Umstände ein wichtiges Ergebnis – auch wenn definitiv mehr möglich gewesen wäre.

Rennen 2 – Voller Angriff, Drama und ein hart erkämpfter Sieg!

Am Sonntag wollte ich allen zeigen, was wirklich in uns steckt. Und genau das haben wir getan!

Ich erwischte erneut einen starken Start und lieferte mir ein intensives Duell mit einem Gaststarter. Dabei konnte ich zusätzlich die schnellste Runde des gesamten Wochenendes setzen – ein weiterer Beweis für unsere Pace.

Doch dann wurde es dramatisch: In der vorletzten Runde kam es zu einer Kollision mit dem Gaststarter, bei der wir beide zu Sturz gingen. Zunächst konnte ich mein Motorrad nicht wieder aufrichten. Kurz darauf wurde das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen, nachdem der andere Fahrer eine große Menge Kies auf die Strecke getragen hatte. Die Situation war dadurch für alle Beteiligten extrem gefährlich geworden.

In diesem Moment musste ich schnell reagieren und überlegen, wie ich noch Meisterschaftspunkte retten konnte. Denn für eine Wertung nach einem Rennabbruch war entscheidend, mit dem Motorrad aus eigener Kraft zurück in die Boxengasse zu gelangen. Genau das habe ich geschafft!

Damit war der Weg frei – wir sicherten uns den Sieg! 🏆

Ehrlich gesagt bin ich zwiegespalten. Einerseits ärgert mich der Sturz, denn aus meiner Sicht wäre er absolut vermeidbar gewesen. Andererseits überwiegt die Freude darüber, dass wir trotz dieses Rückschlags erneut ein starkes Ergebnis eingefahren haben und weiterhin voll im Kampf um die Meisterschaft sind – und das, obwohl wir bereits drei Rennen verpasst haben!

Der Blick geht nach vorn: Oschersleben!

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Schon nächste Woche geht es in Oschersleben weiter. Eine Strecke, auf die ich mich richtig freue!

Unser Speed stimmt, das Selbstvertrauen ist da und unser Ziel bleibt unverändert: Wir wollen wieder ganz vorne angreifen und das nächste Wochenende dominieren! Ich werde alles geben, um erneut das Maximum herauszuholen.

Ein riesiges Dankeschön geht an unsere Sponsoren, Unterstützer und Fans! Danke für euer Vertrauen, euren Rückhalt und eure Unterstützung – sowohl in den starken Momenten als auch dann, wenn es schwierig wird. Ohne euch wäre das alles nicht möglich. Ihr seid ein wichtiger Teil dieses Weges, und ich freue mich darauf, gemeinsam mit euch weiterzukämpfen!

Schleiz war erst der Anfang. Wir sehen uns in Oschersleben! 💪🏁